Weihnachten 2020

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Weihnachten ist dieses Jahr etwas anders, so fängt dieses Jahr wohl jede Geschichte an.

Es ist anders, wie noch vor einem Jahr, doch das Fest an sich ist wie jedes Jahr. Friedlich, besinnlich im Kreis der Familie, so sollte es sein. Was hält uns davon ab, es auch heuer so zu machen?  Wir feiern wie all die Jahre, nur manche mit weniger Menschen.

Es liegt an uns wie wir Heilig Abend feiern:

Friedlich und besinnlich, wie Weihnachten vor einem Jahr, vielleicht mit etwas mehr Dankbarkeit.
Wir sollten dankbar sein, wenn wir mit unseren Lieben (bis maximal 10 Personen dürfen es sein) Heilig Abend feiern können.
Und wenn wir uns für eine gewisse Zeit an die vorgegeben Regeln halten, können wir das nächste Weihnachtsfest wieder wie früher feiern. Es ist doch nur für eine gewisse Zeit, warum fällt das einigen so schwer? Es ist wohl der Wohlstand, der die Menschen zu Egoisten macht, auf andere Menschen Rücksicht nehmen warum und für was?

Wenn wir unsere Eltern oder auch noch Großeltern fragen: Wie war Weihnachten bei euch, was hattet ihr für Wünsche, was waren eure Ängste?

Sie werden uns anlächeln und sagen: „Weihnachten in meiner Jugend, gib gut acht, ich werde es dir erzählen“

Die Großmutter bekommt einen verträumten Blick und ihre Gedanken kehren weit zurück.

Ich erinnere mich an 1940, ich war noch ein kleines Kind. Auch ich hatte Wünsche, doch erfüllt wurden sie nicht. Und doch hatten wir so viel, denn es gab andere die hatten nicht einmal dies.
Wir hatten Angst vor dem nächsten Bombenanschlag, oft riss uns Mutter aus dem Schlaf und wir mussten schnell in den Luftschutzkeller. Wir wussten nie, ob wir hinterher noch ein Zuhause haben, ob noch alle Menschen am Leben waren.

Mutter besorgte einen Christbaum, der durfte an diesen Abend nicht fehlen, schön geschmückt stand er im Zimmer. Strohsterne, Papierengel, Nüsse, Äpfel, Lametta sogar ein paar Kerzen waren darauf, doch das Schönste was ich sah, war das goldene Engelshaar. Die Mutter hatte am Schwarzmarkt, mit dem Letzten was sie noch besaß, ein Huhn erstanden. Es zog ein wunderbarer Duft durch den kleinen Raum und wir konnten es nicht mehr erwarten, bis der Vater feierlich das Huhn aufteilte.

Doch das schönste Geschenk an diesen Abend war, unser Vater war gesund an Heilig Abend da. Wir waren zusammen, „es gab ein uns“ es war nicht selbstverständlich auch wir waren gesund.
Es gab Familien diese wussten nicht, ob sie ihren Vater, ihren Sohn, ihren Mann, ihren Bruder jemals wieder sehen werden.
Doch die Menschen machten das Beste daraus, sie freuten sich über die Stille in dieser Nacht und dass sie sich noch hatten. Viele Männer mussten am nächsten Tag wieder an die Front und niemand wusste, ob sie sich je wieder, sehen würden.

Um wieviel besser ist Weihnachten 2020 im Vergleich zu Weihnachten im Krieg und die Jahre danach. Ja es gibt dieses Virus COVID-19, es ist eine Pandemie, CORONA hat sich breit gemacht und überdeckt unsere Welt. Doch im Vergleich zum Krieg können wir CORONA mit Verzicht, Verstand und Rücksichtnahme bezwingen und trotzdem gelingt es nicht.
Die Menschen beschweren sich, weil sie dies und jenes nicht mehr dürfen, sie sollen Abstand halten, zuhause bleiben, einen Mund Nasenschutz tragen! Ach, das geht doch nicht: „Wir haben ein Grundrecht“ schreien sie und in der Menge demonstrieren sie. Sie machen alles, um dem Virus eine Chance zu geben sich zu verbreiten.
Doch einige verstehen die Gefahr, sie schützen sich und somit auch andere Menschen vor dieser Gefahr. Viele Menschen sind daran schon gestorben, zu Beginn noch aus Unwissenheit, man kannte dieses Virus noch nicht.

Doch nun nach fast einem Jahr, besteht die Möglichkeit sich kostenlos testen zu lassen, doch auch das wird von vielen ignoriert. Sie sehen keinen Sinn darin, sie sagen dieses Ergebnis ist doch nur für diesen Moment. Doch dieser eine Moment in dem ich nicht weiß das ich positiv bin, würde genügen, um einen geliebten Menschen in Lebensgefahr zu bringen.

Die Menschen sind durch den Wohlstand zu Egoisten geworden, sie wollen auf nichts verzichten, sich nichts vorschreiben lassen, sie müssen immer und über alles jammern.

Gegen den Krieg konnte das Volk nichts machen, die Männer mussten in den Krieg und viele mussten   sterben. Doch gegen diesen Corona-Krieg können wir etwas machen, es liegt an jeden einzelnen Menscheng dieses Virus zu bekämpfen. Das Zauberwort heißt „EIGENVERANTWORTUNG“ doch viele Menschen kennen dieses Wort nicht, für sie besteht ja keine Gefahr.

Da wird gejammert, wie schlimm und wie grausam die Regierung ist, sie schließen Geschäfte und Party feiern darf man nicht, man soll sich testen lassen, ach wie schlimm.
Und nun ist Weihnachten 2020, es gibt Einschränkungen und schon wieder gibt es Einwände.

„Das geht doch nicht, ich darf meine Familie nicht mehr Küssen, ich soll Abstand halten, aber das geht doch nicht.“

Wie gerne hätten die Menschen in Zeiten des Krieges wohl mit Weihnachten 2020 getauscht, ohne mit den Wimpern zu zucken, hätten sie es gemacht.

2020 wir feierten Weihnachten mit Geschenken im Überfluss, die Tische waren mit Speisen bedeckt, viel zu viel wurde wieder weggeworfen ohne schlechtem Gewissen, es wurde nicht lange nachgedacht.
Es gab ein paar Einschränkungen, ja, es konnten nicht so viele Menschen miteinander feiern, wie sie es früher mal machten. Doch mit seinen Liebsten konnte man das Fest gemeinsam verbringen, diesem stand doch nichts im Wege. Es liegt nur an der Einteilung und an der richtigen Planung.

Die Zeit wird wiederkommen und ein jeder kann seine Feste wieder mit vielen Menschen feiern, wir werden wieder küssen können wen immer wir wollen, Kino, Theater, jedes Geschäft wird wieder geöffnet sein. Wir können wieder ein Leben wie früher führen, doch dafür müssen wir etwas tun.

Dass wir CORONA gut überstehen und wir keinen geliebten Menschen verlieren, das hat jeder Einzelne in seiner Hand. Mit Eigenverantwortung auf das eigene Leben zu achten, nur wer sich danach hält, der schützt sein eigenes und das der anderen.

Was ist daran so schwer?

 

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Über die Autorin
Liselotte

Liselotte

Seit vielen Jahren schreibe ich leidenschaftlich gerne und halte meine Gedanken, inspiriert durch Schicksale, Lebensveränderungen oder Erlebnisse auf Papier fest. Manchmal lustig, manchmal traurig, aber immer ein wenig zum Nachdenken.
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