Schneeflöckchen`s Reise

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Endlich war es soweit, die Schneefee schickte eine Vielzahl von Schneeflocken auf die Erde.

Zur Adventzeit sollen Wiesen, Felder und Wälder mit Schnee überzogen sein. Die Kinder wollen doch zu Weihnachten mit ihren Schlitten den Berg herunter fahren und mit den Eislaufschuhen über den tief gefrorenen Teich gleiten. Sie wollen doch ihre Weihnachtsgeschenke gleich ausprobieren und einen Schneemann wollen sie auch bauen.

Unter all den Schneeflocken war eine ganz besondere, Spitzenröckchen wurde sie genannt, ihr Sternenmuster war einzigartig und wunderschön. Doch das Besondere an ihr war, es schlug ein kleines Herzchen in ihr und immer wenn sie sehr gerührt war, musste sie weinen. Und jede Träne die sie vergossen hatte, wurde zu einen neuen Muster an ihrem Röckchen.

Ach wie war sie aufgeregt, konnte es nicht mehr erwarten und nun  ging ihre Reise endlich los. Sie stand am Tor das ihr die große, weite Welt öffnete.
Die Schneefee rief ihnen noch nach

Ich wünsche euch eine schöne lange Reise, macht die Menschen Glücklich und haltet euch vom Feuer fern. Gebt auf euch acht, denn sehen werden wir uns nicht wieder“

Es war ein wirres durcheinander, jede Flocke wollte die Erste sein, sie purzelten umher und standen Kopf, hielten sich an den Händen und wünschten sich Glück und eine abenteuerliche Reise.

Spitzenröckchen war so aufgeregt, sie musste aufpassen das ihr Gesichtchen nicht zu glühen anfing, denn zu leicht könnte sie zerschmelzen und dann wäre ihre Reise auch schon zu Ende.
Vom Wind ließ sie sich hin und her schaukeln, genoss ihre Reise in vollen Zügen. Plötzlich hielt sie den Atem an, denn sie sah schon die Erde unter sich.

Ach wo wird der Wind mich wohl hinsetzten, wo werde ich die Menschen glücklich machen?
Immer näher kam die Erde, nun konnte sie schon Häuser erkennen, ach wie aufgeregt war sie, sie konnte ihre Landung kaum noch erwarte.

Ganz sanft war sie nun auf einer Wiese gelandet, viele Schneeflocken lagen schon hier. Sie sah sich um und war ganz entzückt von dem was sie hier sah.
Ein kleines Häuschen mit großen hell erleuchteten Fenster, an denen schöne Bilder waren, Engeln, Renntiere und Kerzen schmückten das Haus. Kinderlachen war zu hören und ein Duft nach Lebkuchen und Bratäpfel zog durch das Haus.
Spitzenröckchen war überglücklich hier gelandet zu sein und sie sagte.

Hier möchte ich bleiben, mein ganzes Winterleben lang.“

Schon am nächsten Morgen kamen die Kinder gelaufen und freuten sich über den schönen Schnee. Sie fingen gleich an Bälle zu formen und eine Schneeballschlacht wurde gemacht. Spitzenröckchen lachte, es gefiel ihr in der Luft, sie flog von einem zum anderen, was war das für ein Spaß.

Über Nacht kamen noch viele Schneeflocken, es war eine Pracht, der Schnee glitzerte als wären es lauter Diamanten. Die Kinder lachten und legten sich in den weichen Schnee, sie zauberten Schneeengeln in die weiße Pracht. Ein Schneemann wurde gebaut, ein dicker musste es sein.
Im Gesicht hatte er eine Karotte als Nase und 2 Kohlen waren seine Augen, Mama setzte ihn noch Papas Hut auf den Kopf und wickelte den Schal um den Hals. Susi steckte ihn noch schnell den Besen in die Hand. Nun stand ein schöner großer Schneemann im Garten, mit einem lustigen Gesicht.

Alle Menschen die vorbei gingen, blieben bei ihm stehen, sie waren von der Ausstrahlung des Schneemannes berührt. Sie wussten nicht was es war, doch sie schenkten ihm ein Lächeln und gingen zufrieden wieder weiter.
Dieser Schneemann hatte ein Geheimnis und das wusste nur er, in seinem Inneren saß Spitzenröckchen mit ihrem kleinen Herzchen und hauchte ihm ein Leben ein.

Der Winter ging zu Ende, der Schneemann stand länger als alle anderen, doch auch für ihn kam die Zeit und er fing zu schmelzen an.
Spitzenröckchen sprach zum Schneemann.

„Danke für diesen schönen Platz, ich hatte so ein schönes Winterleben und es hat mir Freude gemacht“
„ Ich sage danke, sagte der Schneemann, denn du hast mich zum Leben erweckt, durch dich konnte ich sehen und fühlen, was noch kein Schneemann vor mir konnte“

Als die Kinder an einen kalten sonnigen Tag im Garten waren, sahen sie das dort wo vor Tagen noch der Schneemann stand, etwas am Boden funkelte. Eilig liefen sie zu dieser Stelle, ein kleines rotes Herz lag hier im letzten Schnee, Susi nahm es fast zärtlich in die Hand und ein zufriedenes und schönes Gefühl durchströmte ihren Körper.

Seit diesem Tag trug Susi dieses geheimnisvolle Herzchen immer bei sich, sie spürte, dass es etwas ganz Besonderes war.

 

 

 

 

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Über die Autorin
Liselotte

Liselotte

Seit vielen Jahren schreibe ich leidenschaftlich gerne und halte meine Gedanken, inspiriert durch Schicksale, Lebensveränderungen oder Erlebnisse auf Papier fest. Manchmal lustig, manchmal traurig, aber immer ein wenig zum Nachdenken.
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