Es war doch erst gestern

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Durch die   Sommerwiese führt mein Weg, spüre deine Hand in meiner, schau in zwei Augen voller Liebe. Mir ist als sehe ich in einen Waldteich in dem sich die Baumwipfeln spiegeln. Ja, es ist die Farbe deiner Augen, sie wiederspiegeln die Ruhe und Gelassenheit dieses Teiches.

 Es war doch erst gestern, dass das Leben aus diesen Augen blickte“

Versunken im Gedanken, deine Hand in meiner, so gehen wir durch die Sommerwiese. Leicht und glücklich, spüre ich dich doch neben mir. Meine Augen suchen deine Lippen, möchte daraus noch Worte hören. Ratschläge die du mir gegeben, ein Lachen das ich noch immer höre. Möchte mich noch an das letzte Wort erinnern, das ich daraus hörte, den klang deiner Stimme noch einmal hören.

Es war doch erst gestern, dass deine Lippen mich geküsst“

Spüre das feuchte Gras an meinen Füssen, jeder Schritt ist so leicht. Drücke deine Hand, die noch immer in meiner liegt. Blicke auf und meine Augen versinken in deinen Ohren. Deine Ohren, wie viele Stunden haben sie mir wohl zugehört, unermüdlich voller Verständnis, auch wenn  du öfter anderer Meinung warst. Was war wohl das Letzte was du von mir gehört, was hast du an letzte Worte mit auf deine Reise genommen?

 Es war doch erst gestern, dass du mir zugehört“

Noch liegt deine Hand fest in meiner, deine Hände sie waren nicht groß, doch haben sie so großes vollbracht. Waren stark, energisch und konnten so zärtlich sein. Was war das Letzte, das deine Hände berührt?

 Es war doch erst gestern, dass deine Hände mein Gesicht  berührt“

Voller Erinnerungen gehe ich weiter durch die Sommerwiese, ja noch spüre ich deine Hand, was für schönes Gefühl durchströmt meinen Körper. Bleibe stehen und höre in die Stille. Poch, poch höre ich, es ist als würde dieses poch, poch meinen Körper umschwirren. Sehe dich an und es wird mir klar, es ist dein Herzschlag der mich umgibt. Würde ihn aus tausend Tönen erkennen, war es doch der erste Ton den ich hörte.

 Es war doch erst gestern, dass mein Kopf an deinem Herzen lag und ich das poch, poch in mir aufnahm“

Wie schön, noch spüre ich deine Hand, wie sie liegt vertrauensvoll in meiner Hand. Mein Blick auf den Boden gerichtet, zwei vertraute Füße neben mir hergehen. Auch deine Füße sie waren nicht groß. Die Lasten die diese Füße so oft tragen mussten, waren oft viel zu schwer. Doch tapfer, Schritt für Schritt haben sie dich durch dein Leben getragen. Klein waren deine Füße, doch hinterlassen haben sie große Spuren, Spuren der Erinnerungen.

Es war doch erst gestern, dass deine Füße neben meinen waren“

Der Weg nun zu Ende geht, noch einmal drücke ich deine Hand. Von Glück,  Wärme und Liebe wird mein Körper noch einmal durchströmt. Möchte sie nicht loslassen deine Hand, halte sie ganz fest. Sehe dich an und ich bin glücklich, schau noch einmal zu dir wie du stehst neben mir. Nicht sehr groß von Gestalt, doch groß  an Charakter,  Anstand, Liebe, Güte und die Größte für mich!

Gebe deine Hand nun frei, umarme dich noch einmal fest mit meinen Händen, atme tief ein und die Welt bleibt stehen, es herrscht um uns  nur noch Stille. In dieser Ewigkeit schaue ich noch einmal in deine Augen, höre was deine Lippen sagen, sie flüstern in mein Ohr

Vergiss mich nicht “

Mit Liebe berühre ich deine Hände, höre das poch, poch deines Herzens, deine Füße betrachte ich noch einmal voller Zärtlichkeit. Versunken in dieser Ewigkeit, mit diesem unglaublichen Gefühl, gehe ich den Weg durch die Sonnenwiese weiter.

 Es war doch erst gestern, dass lag deine Hand in meiner “

 

 

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Über die Autorin
Liselotte

Liselotte

Seit vielen Jahren schreibe ich leidenschaftlich gerne und halte meine Gedanken, inspiriert durch Schicksale, Lebensveränderungen oder Erlebnisse auf Papier fest. Manchmal lustig, manchmal traurig, aber immer ein wenig zum Nachdenken.
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