Wenn die Seele weint

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Die Seele war so betrübt, dass das Herz ihren Schmerz spürte. „Warum so traurig, meine Seele? Wie kann ich dir helfen?“ sprach das Herz. „Ich fühle mich so niedergedrückt, weil das Leben nicht sanft zu mir ist“, erwiderte die Seele. „Es liegt am Gehirn, es grübelt zu viel und kommt nicht zu Ruh. Es beschäftigt sich zu intensiv mit Dingen, die wir nicht ändern können“, sprach das Herz und schickte einen sanften Herzschlag zum Hirn.
„Ja, ja, ihr habt leicht reden. Es liegt nicht nur an mir, auch ihr tragt euren Teil dazu, sprach das Hirn.“ Die Seele sollte dem Leben gegenüber etwas toleranter sein und nicht immer in Tränen ausbrechen. „Und du, Herz, warum pochst du so heftig? du bringst damit den ganzen Körper in Unruhe“ „Schaut mal in den Spiegel und schiebt nicht nur mir die Schuld zu. Das Leben ist kein durchweg rosiger Liebesfilm; es beinhaltet Dramen, Horror, Thriller, Komödien und Romantik. Also, hört auf zu glauben, dass das Leben nur schön ist.“
Die Seele und das Herz verstummten. „Ja, du hast recht. Wir geben unser Bestes und lassen nicht alles so nah an uns herankommen.“
Plötzlich spürte sich der gesamte Körper wohl, alle Organe freuten sich, und es breitete sich Zufriedenheit und Ruhe aus.

Über die Autorin
Bild von Liselotte

Liselotte

Seit vielen Jahren schreibe ich leidenschaftlich gerne und halte meine Gedanken, inspiriert durch Schicksale, Lebensveränderungen oder Erlebnisse auf Papier fest. Manchmal lustig, manchmal traurig, aber immer ein wenig zum Nachdenken.
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