Hallo September, du bist fast zu schnell gekommen.
Gestern noch stand auf meinem Kalender der August, und heute ist das Blatt wie über Nacht verschwunden. An seiner Stelle steht nun dein Name – September.
Nach diesem langen, heißen Sommer fällt es mir schwer, mich an den Gedanken an den Herbst zu gewöhnen. Die Tage werden langsam kürzer, die Luft kühler und die warmen Abende auf der Terrasse seltener. Die Stühle werden weggeräumt, die letzten Spuren des Sommers verblassen, und schon bald wird sich die Natur in ihr herbstliches Kleid hüllen.
Bald werden die Wege unter einem Teppich aus buntem Laub verschwinden. Zwischen roten, goldenen und braunen Blättern werde ich nach Kastanien suchen, während die ersten Nüsse von den Bäumen fallen. Orangefarbene Kürbisse werden Flure und Hauseingänge schmücken und uns daran erinnern, dass der Herbst nicht mehr weit ist.
Morgens wird geheimnisvoller Nebel über den Wiesen liegen und die Landschaft in einen stillen Schleier hüllen. Vielleicht wird er das eine oder andere Geheimnis verbergen, das der Sommer zurückgelassen hat.
All das wirst du uns bringen, lieber September: die ersten kühlen Morgen, das Rascheln des Laubes, den Duft des Herbstes und die leise Gewissheit, dass sich eine Jahreszeit dem Ende neigt.
Noch einmal wirst du uns innehalten lassen, bevor der Herbst kommt und unsere Erlebnisse dieses Sommers langsam in Erinnerungen verwandelt.
Hallo September. Schön, dass du da bist – auch wenn du ein wenig zu früh gekommen bist.





