Erinnerungen

Jetzt teilen
Facebook
Twitter
Email
WhatsApp

In Ein jeder hat sie „die Erinnerungen“ sie hat viele Gesichter, steckt in verschiedenen Körper.
Oft schlummert sie Jahre im tiefsten Winkel versteckt, du gehst tausend Male vorbei und entdeckst sie nicht.

Doch plötzlich, es ist oft nur ein Geräusch, ein Duft, eine Blume, ein Lied und sie ist da, hervorgetreten aus ihrem Versteck. Du siehst sie ganz deutlich und klar vor dir und du fragst dich.

„ W0 warst du all die Jahre, warum gerade jetzt, warum gerade hier?“

Ich war immer hier, ich war doch immer bei dir, doch du hast mich verdrängt, hast mich durch andere ersetzt.

Du wolltest nicht daran denken, es hätte dich zu sehr verletzt und ich wollte dich schützen, darum habe ich mich versteckt.

Erinnerungen können grausam sein, sie stehlen dir den gerechten Schlaf, sie lassen dich dein Leben nicht leben, sie verfolgen dich bis tief in die Nacht. Doch nur wenn du dich ihnen stellst, dich zurück erinnerst, kannst du sie bewältigen und mit ihnen leben. Verschwinden werden sie nie, denn du hast diese Erinnerungen gelebt, sie gehören zu dir, das ist dein Leben.

Nun weiß ich es wieder ganz genau, oft dachte ich es wäre nur ein Traum.

Doch es gibt auch die schönen Erinnerungen, die das Leben reicher, erträglicher und zufriedener machen.
Je älter du wirst, umso mehr Erinnerungen hast du, umso mehr kannst du erzählen. Es sind die Erfahrungen die ein jeder macht.

Ist es nicht wunderbar, sich zu erinnern wie es früher war, als Mama mit dem Taschentuch dir den Schmutz  vom Gesichte nahm. Deine Oma erzählte wie es  war, als sie die Eier noch warm aus dem Neste nahm, sie Opa lange Briefe schrieb und Tage warten musste bis die Antwort kam.

Als du den ersten Kuss bekamst und du dachtest es möge nie zu Ende gehen. Mit deinen Freundinnen die erste Zigarette rauchtest und die intimsten Geheimnisse mit ihnen teiltest.
Wie wunderbar, wenn du mit diesen Freundinnen deine Erinnerungen auch in späten Jahren noch teilen kannst.

Wie gerne hört man zu, wenn die Eltern erzählen, sich erinnern wie es früher war. Es ist doch auch deine Geschichte, die sie uns erzählen. Es werden unsere Erinnerungen sein, die wir dann wieder weiter erzählen.

Erinnerungen, sie erhellen so manchen trüben Tag, bringen dich zum Lachen und machen das Leben bunt. Doch stimmen sie dich auch oft traurig, das Leben war nicht immer schön. Du hast viel gelitten, hast geliebte Menschen verloren, musstest lernen das alles zu bewältigen.
Und doch sind es die Erinnerung, die selbst das Traurige schöner machen, denn mit den Menschen die du verloren hast, hattest du doch viel Spaß und Freude gehabt.
An deinen Erinnerungen kannst du nichts mehr ändern, du hast sie erlebt, das gehört zu deinem Leben. Doch liegt es an dir, dich an deine Erinnerungen zu erinnern, jedoch wenn du Glück hast, verstecken sich die Schlechten wieder.

 

Erinnerungen können aus so manchen kalten und trüben Tag, dir einen schönen und herzerwärmenden Tag zaubern. Such die ein schönes Plätzchen und tauche ein in deine schönsten Erinnerungen.

So lange du lebst, solltest du deine Erinnerungen haben, denn hast du keine mehr, ist dein Geist gestorben „

 

Über die Autorin
Bild von Liselotte

Liselotte

Seit vielen Jahren schreibe ich leidenschaftlich gerne und halte meine Gedanken, inspiriert durch Schicksale, Lebensveränderungen oder Erlebnisse auf Papier fest. Manchmal lustig, manchmal traurig, aber immer ein wenig zum Nachdenken.
Facebook
Twitter
Email
WhatsApp

Schreibe einen Kommentar

Ähnliche Geschichten

Im Duft des Regens

  Nur den Regentropfen zuhören – nach tagelanger Hitze endlich der ersehnte Sommerregen. Ich sitze unter dem Terrassendach, und der warme Landregen fällt wie eine

Eine Handvoll Steine

  Waltraud war an diesem Morgen schon früh am Strand unterwegs gewesen. Sie wollte die weite, Stille des Meeres noch einmal ganz für sich haben,

Das unsichtbare Band

  Es gab eine Zeit, in der Geschwister dem Herzen ihrer Mutter so nah waren wie der Atem dem Schlaf. Eine Zeit, in der ihre

Der Zeitreisende aus dem Wasser

  Es ist doch nur ein Stein unter vielen, dachte Steffan, und warf ihn achtlos in den Sand. „Nein!“, rief Susi erschrocken. „Schau ihn dir

Die Tagebücher der Tante Anni

  Es war einer jener Sommertage, an denen die Hitze tagelang schwer und drückend in der Luft gelegen hatte. Nun fiel endlich der erste Regen.

Schreib mir was Nettes

Du hast Fragen oder möchtest mir gerne etwas mitteilen? Feedback, Anregungen?

Willkommen bei den kleinen Geschichten!

Hier findet ihr Texte, Gedichte und kleine Weisheiten aus dem alltäglichen Leben. Geschichten die das Leben schreibt.

Seit vielen Jahren schreibe ich leidenschaftlich gerne und halte meine Gedanken, inspiriert durch Schicksale, Lebensveränderungen oder Erlebnisse auf Papier fest.

Manchmal lustig, manchmal traurig, aber immer ein wenig zum Nachdenken
.

Eure Liselotte