Ich trage den Frühling bereits in mir. Mit jedem Schritt, den ich setze, weicht der Schnee unter meinen Füßen zurück, und aus dem kalten Weiß wächst eine zarte, blühende Wiese. Was eben noch unter dem Schnee lag, beginnt zu atmen, zu duften, zu leben.
Der Himmel wechselt von grau und trüb in ein klares blau. Die Sonne gewinnt täglich an Kraft, ihre warmen Strahlen legen sich sanft auf mein Gesicht, als wollten sie sagen: Es ist Zeit. Zeit für Neubeginn, für Leichtigkeit, für Hoffnung.
In der Luft liegt bereits ein Versprechen — das leise Summen erwachender Natur, das erste Grün an den Zweigen, das zarte Blühen am Wegesrand. Alles scheint heller, fröhlicher, leichter. Und auch in mir öffnet sich etwas, als hätte mein Herz lange genug im Winter geruht.
Ja, der Frühling zeigt sich bereits ganz leise, er durchströmt mich, erfüllt mich mit Freude und erinnert mich daran, wie schön es ist, wenn die Natur neu erwacht. Und wenn ich nun lange genug auf meiner Gartenbank sitze, kann ich bereits die Erde flüstern hören: nicht mehr lange…





