Als ich nach dieser schlaflosen Nacht am Morgen aufgewacht bin, fiel es mir schwer, überhaupt aufzustehen. Das Erste, was ich sah, war der leere Platz neben mir – so still, so endgültig. Ich werde die Bettwäsche noch lange nicht abziehen. Noch trägt sie deinen Duft, noch weiß ich, dass sie deinen Körper umhüllt hat, ihm Wärme gegeben hat, als die Welt noch heil war.
Ich frage mich, wie es sein kann, dass die Vögel ihre Lieder singen, als wäre nichts geschehen. Wie kann die Sonne durch das Fenster lachen, als hätte sie nichts verloren. Wie konnte der Himmel in dieser Nacht so unverschämt hell mit Sternen überzogen sein. Wie kann es sein, dass ich essen, trinken, atmen kann.
Wie können Menschen lachen, reden, fröhliche Lieder singen. Sag, wie kann das sein – du hast mich doch zurückgelassen. Wem erzähle ich nun meine Träume, wem meine kleinen Sorgen, und wer versteht jetzt meine Tränen.
Wie kann sich die Erde weiterdrehen, wo meine Welt stehen geblieben ist. Ich werde dir weiterhin meine Träume und meine kleinen Sorgen erzählen.
Auch wenn du sie nicht mehr beantworten kannst, werde ich sie dir zuflüstern, so wie früher, wenn die Nacht schwer war und du meine Hand gehalten hast.
Ich werde alleine auf der Terrasse sitzen und sagen: Weißt du noch…?
Und in meinem Kopf wirst du nicken, so wie du es immer getan hast. Ich werde noch viel weinen, und manchmal wird es mich zerreißen, aber irgendwann – werde ich im Gedanken wieder mit dir lachen.
Ich werde weiterleben, nur anders, alleine.
Doch in allem, was ich tue, wird ein Teil von dir mitgehen – in meinen Worten, in meinen Gesten, in jedem Atemzug, der dich nicht vergisst.





