Kaum berühren die ersten Sonnenstrahlen mein Gesicht, erwacht in mir eine tiefe Sehnsucht, und es zieht mich hinaus in meinen Garten. Bereits haben einige Blümchen ihre zarten Köpfchen aus der Erde geschoben und künden vom nahenden Frühling. Voller Übermut lege ich mich behutsam auf den noch kühlen Boden und lausche dem Leben unter der Erde. Ein sanftes Flüstern und leises Glucksen sind zu vernehmen, als wolle die Natur selbst ihre Geschichte erzählen.
Nicht mehr lange flüstern sie mir zärtlich ins Ohr, dann erwacht die Natur endgültig aus ihrem Winterschlaf. So verweile ich noch eine Weile, liege still und spüre förmlich das neue Leben, das sich unter der Erde regt. In meinen Gedanken sehe ich bereits, wie sich mein Garten in ein buntes Blumenmeer verwandelt. Bienen und Schmetterlinge werden sich am süßen Nektar laben, während ich selig dem fröhlichen Zwitschern der Vögel lausche, die in Büschen und Bäumen geschäftig mit dem Bau ihrer Nester beginnen.
Schließlich wird es mir auf der frühen Frühlingswiese doch etwas zu kühl, und ich erhebe mich langsam. Zufrieden und glücklich werfe ich noch einen letzten Blick in meinen Garten und freue mich auf das kommende Gartenjahr.





