Als ich am Morgen meine Augen öffnete, fragte ich mich: War das wirklich ein Traum – oder hatte ich tatsächlich ein Gespräch mit dem Sommer?
Es fühlte sich so echt an, so intensiv. Ich saß auf meiner Gartenbank unter dem alten Apfelbaum, blickte in seine Krone, und die kleinen roten Äpfel schienen mich anzulächeln. Doch ihr Anblick machte mich nachdenklich: Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Die Äpfel, die jetzt noch am Baum hängen, werden schon bald meine Herbstdekoration sein.
Ach Sommer, hör mir zu“, dachte ich. „Du warst dieses Jahr besonders schön. Viele Sonnentage, kaum Regen – und doch spüre ich inzwischen die kühle Abendluft, sobald die Sonne hinter dem Horizont versinkt.“
Ich hatte einen Wunsch an ihn: Er möge mir einige Dinge dalassen, bevor er sich bis zum nächsten Jahr verabschiedet. Erinnerungen an gutes Obst und Gemüse, an laue Abende, an den Urlaub am Meer, an die Unbeschwertheit. An mein Wohnzimmer im Garten, an das Frühstück auf der Terrasse.
Der Sommer lächelte – warm und strahlend wie die Sonne selbst. „Lass dich überraschen“, sagte er. „Du wirst noch lange an mich denken.“
Und tatsächlich: Als ich am Morgen vor die Tür trat, blieb ich überrascht stehen. Vor mir standen Körbe, bis zum Rand gefüllt mit Erinnerungen.
War es also doch kein Traum? Hatte ich wirklich mit dem Sommer gesprochen?
Wie auch immer – ich hob den Kopf, sagte laut „Danke!“ in den Himmel und trug die Körbe wie kostbare Geschenke ins Haus. In einem stillen Raum stellte ich sie ab, betrachtete sie ein letztes Mal und flüsterte: „In ein paar Tagen komme ich wieder. Dann werde ich mir einen Korb nach dem anderen holen und in Erinnerungen an diesen Sommer träumen.“
Glücklich wie ein Kind schloss ich die Tür.





