Manchmal überkommt mich dieses Gefühl von Enge, Druck und Beklommenheit – dieses Bedürfnis, einfach raus müssen aus dem Alltag, Abstand zu gewinnen und wieder frei durchatmen zu können. Dann packe ich meinen kleinen Rucksack, schlüpfe in meine Wanderschuhe und mache mich auf den Weg.
Oft, ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen zu haben. Ich gehe einfach los, lasse den Alltag hinter mir und vertraue darauf, dass mich mein Weg dorthin führt, wo ich gerade sein soll.
Und manchmal fühlt es sich an, als wäre da eine unsichtbare Hand, die mich genau dorthin führt, wo ich nichts Bestimmtes gesucht habe – und doch genau das finde, was ich in diesem Moment brauche.
Und sobald ich die klare Bergluft einatme, das satte Grün um mich herum sehe und diese unendliche Weite spüre, beginnt die Last des Alltags Stück für Stück von mir abzufallen.
Es braucht oft gar nicht viel. Nur einen Ort wie diesen, an dem die Welt für einen Augenblick ganz leise wird. Kein Lärm, kein Stress, kein Müssen – nur Ruhe, Natur und dieses wunderbare Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.
Ein kleiner Moment der Auszeit, der mich daran erinnert, wie schön das Leben sein kann, wenn man sich erlaubt, einfach einmal stehen zu bleiben, tief durchzuatmen und den Augenblick bewusst wahrzunehmen.
Und wenn ich all diese Eindrücke in mich aufgenommen habe, erhebe ich mich voller Dankbarkeit von meinem Platz. Ich nehme die Ruhe, die Kraft und die Weite mit und lasse den Ballast des Alltags dort zurück. Dann gehe ich mit einem freien Kopf, einem leichteren Herzen und einem guten Gefühl wieder zurück in meine Welt.
Manchmal muss man nicht weit weg sein, um wieder bei sich selbst anzukommen.





