Inge malt sich die Welt bunt

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An einem stillen Sommermorgen trat Inge vor die Haustür und war erstaunt. Vor ihr lag die Wiese, sonst ein Meer aus Blüten, heute jedoch farblos und traurig.

Nein“, sagte sie zu sich, „der Himmel ist strahlend blau – das kann so nicht sein.“
Entschlossen drehte sie sich um, ging ins Haus zurück und holte Pinsel, Palette und Farben. ie setzte sich lächelnd in die Wiese und begann mit Schwung, die grauen Halme und Blumen zu bemalen.

Mit jedem Pinselstrich erblühte die Wiese in den schönsten Farben. Verschwenderisch benutzte sie die Farben: ein kräftiges Rot für die eine Blume, dann folgten blaue und gelbe, und dazwischen setzte sie ein zartes Rosa. Bald standen alle Blumen in einer satten grünen Wiese.

Plötzlich begann es über der Wiese zu summen, und die schönsten Schmetterlinge ließen sich auf den Blüten nieder. Der Wind strich zärtlich über die Wiese – als würde er die Blumen liebkosen.

Zufrieden und glücklich blickte Inge über die bunte Blumenwiese.

„Die Welt konnte ich nicht verändern, aber für mich ist sie heute fröhlicher, bunter und lebendiger geworden.“

„Manchmal,“ sagte sie leise, „genügt ein bisschen Farbe, und das Leben beginnt wieder zu leuchten.“

 

 

Über die Autorin
Bild von Liselotte

Liselotte

Seit vielen Jahren schreibe ich leidenschaftlich gerne und halte meine Gedanken, inspiriert durch Schicksale, Lebensveränderungen oder Erlebnisse auf Papier fest. Manchmal lustig, manchmal traurig, aber immer ein wenig zum Nachdenken.
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