Es geschieht so viel auf dieser Welt und immer stellen wir uns die Frage „Warum?“
Warum gibt es immer wieder Kriege, die das Volk nicht will?
Weil Machtgier lauter ist als Mitgefühl. Weil wenige entscheiden und viele bezahlen. Weil Herrscher sich verstecken, und Väter, Söhne, Brüder sterben.
Warum müssen Kinder sterben?
Weil die Welt keine Gerechtigkeit kennt. Weil Natur, Krankheit, Gewalt keine Unschuld erkennen. Weil das Leben manchmal bricht, wo es am zartesten ist.
Warum gibt es Überschwemmungen die Leid und Not bringen?
Weil Natur keine Moral hat. Sie ist schön und grausam zugleich. Sie fragt nicht, wen sie trifft. Sie folgt ihren eigenen Gesetzen.
Warum müssen gute Menschen leiden und schlechte, Leben gut?
Gute Menschen leiden nicht, weil sie gut sind. Sie leiden, weil sie fühlen. Weil sie lieben. Weil sie Verantwortung tragen. Weil sie nicht wegsehen.
Ein hartes Herz spürt weniger Schmerz — aber es spürt auch weniger Leben.
Warum werden Tiere misshandelt?
Weil manche Herzen leer sind. Weil manche Menschen ihre Macht nur an den schwächeren ausüben können. Weil Mitgefühl nicht jedem geschenkt wurde.
Warum? Warum?
Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, der all diese Fragen beantworten kann.
Kein Philosoph, kein Priester, kein Wissenschaftler. Sie alle haben ihre eigene Erklärung, doch keine ist zufriedenstellend.
Vielleicht gibt es keine Antworten, die den Schmerz kleiner machen. Aber es gibt etwas, das größer ist als jede Frage: das Trotzdem.
Wir lieben trotzdem. Wir helfen trotzdem. Wir fühlen trotzdem. Wir stehen wieder auf – trotzdem. Und genau darin liegt die Antwort, die kein Gelehrter geben kann, aber jedes Herz kennt. Denn, solang ein Mensch fragt „Warum?“, ist die Welt noch nicht verloren.
Und das „Trotzdem“, ist die Antwort. Es ist das leise „Ja“ des Lebens, gesprochen in der Verzweiflung.





